Projekte dokumentieren mit Social Media
Prozesse werden definiert - und verstauben in der Schublade. Projektpläne werden akribisch ausgearbeitet - und dann nie wieder angesehen. Kompetenzen und Verantwortlichkeiten werden in Matrizen zusammengefasst - und nachher weiß doch niemand, wen er fragen kann.
Social Media bietet die Chance effizient, kostengünstig und konsequent innerhalb von Projektteams zu kommunizieren. Die Schwierigkeit liegt dabei nicht in der Technik. Die Tools dazu sind kostengünstig (oder sogar kostenfrei) erhältlich. Der Umgang mit ihnen ist für die Meisten heute selbstverständlich und intuitiv.
Kulturwandel nötig
Die Herausforderung liegt im (Um-)Denken der Führungskräfte und der Teammitglieder. Welche Anwendung ist für was sinnvoll? Wie kann sie ins Projekt integriert werden? Welche Berichtigungen hat wer? Was ist zu beachten?
In der Gap-Analyse (Bartsch-Beuerlein, Qualitätsmanagement von IT-Projekten) wurde bei der Untersuchung von 5700 Projekten festgestellt: Der wichtigste Erfolgsfaktor ist die Kommunikation. Bei der Akademie-Studie 2002 wurden 376 Führungskräfte nach den Gründen für den Misserfolg eines Teams befragt: 97 Prozent gaben Kommunikationsschwierigkeiten an, 91 Prozent dass keine Zusammenarbeitsstruktur herrsche. Dieselben Führungskräfte gaben außerdem an, dass bei der Teamarbeit „ständiger Informationsfluss“ und „Kooperation“ am Wichtigsten bei der Teamarbeit seien.
Enormes Potential für schnellere und effizientere Kommunikation
Wie wäre ein Wiki statt eines Projektmanagementplans, eine Netzwerkplattform zur Kommunikation, ein Blog statt Jour fixes und endloser Mailfluten? Social Media ist sicher weder ein Allheilmittel, noch ein Garant für Projekterfolg. Allerdings bietet es ein enormes Potential für eine reibungslosere, schnellere und damit effizientere Kommunikation.


